Röhrenförmiger MRT

Der röhrenförmige Kernspin, auch als "Röhre" bezeichnet, ist das bekanntere System der MR-Tomographie. Auch der röhrenförmige MRT ist eine diagnostisch häufig eingesetzte bedeutsame Methode. Es gibt auch heute noch Ärzte, die das geschlossene System dem offenen MRT vorziehen würden. Es gilt dabei allerdings zu beachten, dass das offene System in Deutschland bisher nur in wenigen Praxen vertreten ist, da die Anschaffung sehr große Investitionen erfordert. Zudem zahlen die gesetzlichen Krankenkassen Untersuchungen mit dem offenen MRT nur in Ausnahmefällen nach Antragstellung.

Beide Systeme sind strahlungsfrei und gesundheitlich unbedenklich. Auch kann jede Erkrankung ebenso mit dem geschlossenen System erkannt werden. Einer der Unterschiede neben dem oft für Patienten beklemmenden Gefühl in der so genannten "Röhre" besteht darin, dass bei einem geschlossenen Röhrensystem die Magnetfeldachse in Richtung der Körperlängsachse des Patienten zeigt, und deshalb aus physikalischen Gründen aufwendige Spulenkonstruktionen als Antennen für die Signale aus dem Körper notwendig werden und ein höheres Magnetfeld erforderlich ist, um die erforderliche Bildqualität zu erreichen. Die Untersuchung exzentrisch gelegener Körperbereichen wie Schulter, Hand oder Fuß ist im geschlossenen MRT oft problematisch. Das betrifft insbesondere ältere, schwergewichtige oderungelenke Personen. Die Lagerung dieser Körperteile im geschlossenen MRT erfordert zum Teil großes Geschick der MRT-Assistentinnen und der Patienten zur optimalen Positionierung. Auch sind die Geräusche während des Untersuchungszyklus lauter und heftiger als bei einem offenen System.